Soul Food -
gute Nahrung
für alle -
gemeinsam, solidarisch -
wie geht das?

Die Idee:

  • Ein großes Lebensmittelnetzwerk mit Supermärkten, als Genossenschaft gemeinsam von Konsumenten und Produzentinnen betrieben.

  • Konsumentinnen und Produzenten unterstützen sich gegenseitig, es gibt hohe ökologische und soziale Standards in der gesamten Wertschöpfungskette

  • Regional, nachhaltig, ökologisch, Förderung regenerativer Landwirtschaft

  • Produkte sind zu 100% transparent und nachvollziehbar, vom Feld bis in den Laden

  • Es gibt gute Produkte zu fairen Preisen, ohne Gewinnmaximierung

  • Vorbild ist HANSALIM, eine genossenschaftliche Lebensmittelkooperative, die in Korea über eine Million Menschen mit Nahrungsmitteln versorgt.

Im existierenden Nahrungsmittelsystem in Deutschland beherrschen riesige Einzelhandelsketten den Markt. Auf der anderen Seite stehen Erzeuger, die in großer Abhängigkeit dieser großen Konzerne produzieren müssen. Verbraucherinnen bekommen zwar günstige, oft jedoch völlig intransparent hergestellte Nahrungsmittel, deren Entstehungswege kaum nachvollziehbar sind. Produkte sind auf Masse optimiert und nicht auf Qualität. Ein Wirrwarr von “Siegeln” suggeriert biologische, nachhaltige und/oder faire Herstellung, diese ist jedoch oft intransparent und nicht wirklich nachvollziehbar. In der Biobranche gibt es viele tolle alternative Ansätze, von denen jedoch die meisten in der Nische bleiben. So produzieren die über 500 solidarischen Landwirtschaften tolles Gemüse für viele Menschen, erreichen jedoch nur weniger als 0,5 Promille der Bevölkerung. Alternative Supermarktkonzepte gibt es bisher nur in dem einen oder anderen Großstadtkiez

Geht das auch anders?. Lässt sich das Nahrungsmittelsystem in Deutschland transformieren? Konsumentinnen und Erzeuger auf Augenhöhe oder gar gemeinsam? In Korea gibt es “Hansalim”, ein genossenschaftlich organisiertes Lebensmittelnetzwerk mit über zwei Millionen Konsumentinnen, 136 Erzeugergemeinschaften, 2.300 Höfen und mehreren hundert Supermärkten sowie einem Onlinevertrieb.

Ist so etwas auch in Deutschland möglich? Lässt sich solch ein kooperatives System auch hier initiieren?

In einem ersten Schritt suchen wir Menschen, die mit uns erforschen wollen, ob und wie so ein Lebensmittelnetzwerk in Deutschland aufgebaut werden kann. Und was es dafür braucht.

Du bist interessiert und möchtest einen Beitrag auf diesem Weg leisten? Dann melde Dich unter: 

Unsere Vision - eine nicht ganz kurze Kurz-
geschichte:

Stell Dir vor, um die Ecke gibt es einen Laden. Dieser versorgt Dich mit Deinem täglichen Bedarf, insbesondere an Nahrungsmitteln. Es ist allerdings kein gewöhnlicher Supermarkt oder Discounter, sondern ein Soli. Und dieser Laden gehört Dir, denn er ist als Genossenschaft organisiert und Du bist dort Mitglied und somit auch Miteigentümer. Hier bekommst Du alles, was Du so für den täglichen Bedarf benötigst. Und diejenigen, die den Laden beliefern, die Landwirte, Produzenten und verarbeitenden Betriebe, sind auch Mitglieder. Sie beliefern den Soli mit ihren Produkten und haben langfristige Lieferverträge, um Planungssicherheit zum Beispiel für neue Investitionen zu haben. Es wird streng darauf geachtet, dass alle Produkte möglichst regional, nachhaltig und ökologisch hergestellt werden. Und die Produkte sind zu 100% transparent. Mit einem kleinen QR-Code kannst Du nachsehen, was drin ist, wie gesund es ist, wer es hergestellt hat und wo. Und wo die Rohstoffe herkommen. Und wer daran Geld verdient. Denn der Soli ist ein Markt, der nicht profitorientiert ist, sondern gute Produkte zu guten Preisen anbietet und auch darauf achtet, dass alle davon profitieren. Jeder soll gut verdienen, vor allem die Mitarbeitenden, und zwar in der gesamten Lieferkette. Einzelne brauchen dabei nicht reich zu werden, da senken wir doch lieber die Preise.

Im Laden merkst Du gleich, dass etwas anders ist. Im Eingang stehen in der Ecke zwei Sofas, in denen es sich ein paar andere Konsumentinnen für einen Plausch gemütlich gemacht haben. Es gibt feinen Kaffee und an einer Tafel stehen allerlei Hinweise. Du schaust Dir kurz an, was gerade Saison hat und daher günstig zu bekommen ist. Beim Blick auf die Rezepttipps gefällt Dir eins sofort, deshalb ergänzt Du noch schnell Deine Einkaufsliste. So fehlt Dir nachher nichts beim Kochen. Dein Einkauf gestaltet sich recht einfach, denn Du gehst einfach durch die einzelnen Produktkategorien und nimmst Dir was Du brauchst. Bei den einzelnen Produkten ist die Auswahl kleiner als in anderen Supermärkten, meistens gibt es ein besonders günstiges Produkt und dann noch ein paar besondere Feinschmeckerprodukte zur Auswahl. Denn Geschmack ist oberstes Gebot im Soli, hier sind eigentlich alle Feinschmecker. Die meisten Verarbeitungsprodukte sind von Betrieben hergestellt, die ebenfalls Mitglied im SOLI sind, seien es Bäckereien, Nudel-Manufakturen, oder Obst-Mostereien. Der SOLI ermöglicht ihnen eine gute Produktion zu fairen Preisen. Gleichzeitig müssen bestimmte ökologische und soziale Standards erfüllt sein. Die Verpackungen sind schlicht gehalten, die Gefäße sind alle ähnlich und Mogelgrößen gibt es nicht. Denn auch bei den Verpackungen wird streng auf Nachhaltigkeit und Wiederverwendbarkeit geachtet, Mehrweg ist Standard. Ab und zu fällt Dir ein Produkt auf, welches besonders farblich gekennzeichnet ist. Das ist dann eines der Sortimentsprodukte. Überall, wo wir keinen Lieferanten finden, der allen Soli-Kriterien genügt, füllen wir das Sortiment mit Produkten auf, die möglichst nah an die Soli-Kriterien herankommen. Damit Du nicht noch extra zum Discounter musst. Aber immer volltransparent und zu 100% nachvollziehbar. An der Kasse scannst Du einfach schnell Deine Produkte ein und zahlst mit der Soli-App. Schon bist Du wieder draußen. Oder doch noch einen kleinen Schnack bei nem leckeren Tee?

 

Es gibt natürlich nicht nur einen Soli-Markt, sondern ziemlich viele. Und diese stehen gar nicht in Konkurrenz zu anderen kooperativen Ladeninitiativen und z.B. Hofläden. Denn auch diese können Soli-Produkte einfach in ihr Sortiment aufnehmen und so zu einem Soli-Verteilpunkt werden. Und je mehr Solis es gibt, desto mehr Eigenprodukte können entstehen. Durch Skalierung können die Kosten weiter gesenkt werden. Allerdings nicht auf Kosten der Mitarbeitenden oder der Konsumenten. Oder gar der Produkte. Im Soli gibt es Seelennahrung – Soulfood eben – und das zu erschwinglichen Preisen. Und Soli ist eben nicht nur ein Supermarkt, denn auch die Produzenten und verarbeitenden Betriebe sind integraler Bestandteil. Ob Gemüse- oder Ackerbaubetrieb, ob Molkerei, Brauerei oder Aufstrichproduzent, Soli ist vielfältig. Und so ist auch sichergestellt, dass die gesamte Produktionskette wirklich transparent ist und genau nachvollzogen werden kann, wo Produkte entstehen und wie diese weiterverarbeitet werden. Denn ein Soli Produzent hat gar kein Interesse daran, irgendetwas zu verheimlichen. Im Gegenteil, Transparenz und faire Arbeitsbedingungen sind oberstes Gebot. Überall.

Und wenn Du keinen Soli um die Ecke hast? Oder echt wenig Zeit zum Einkaufen? Dann zahlst Du einfach den Versand und lässt Dir das gute Zeug nach Hause liefern. Denn online geht natürlich auch. Oder bist Du etwa noch fauler, kochst zwar unglaublich gerne, willst Dir aber nicht ständig überlegen müssen, was es zum Essen geben soll? Dann klick einfach die Soli-Rezepte an, die Dir gefallen und die gerade Saison haben. Der Soli-Versand liefert Dir dann alle Zutaten, die Du zum Kochen brauchst, pünktlich nach Hause. Einfacher geht’s nicht.

Und wenn Du jetzt denkst, haha, schöne Geschichte, das alles, aber wie soll das denn bitteschön gehen? Nett herumgesponnen, aber so etwas ist doch unmöglich. Die großen Discounter beherrschen in Deutschland den Markt, da hat selbst Walmart, der Riese aus den USA. sich wieder zurückgezogen. Dann, ja, wenn Du das denkst,  dann geh gedanklich nochmal in den Soli um die Ecke und schau dort nach, wo die Sojasauce steht. Fällt Dir diese wunderschöne Flasche im Regenbogendesign auf? Es steht groß “Hansalim” drauf. Das ist eine der besten Sojasaucen der Welt, in traditioneller Weise hergestellt, die importieren wir direkt aus Korea. Nicht, weil wir nicht auch in Deutschland Sojasauce herstellen könnten, sondern weil diese Sojasauce uns an Hansalim erinnert, eine der weltweit größten genossenschaftlichen Food-Kooperativen, die bereits seit den achtziger Jahren das aufgebaut hat, was wir hier bei uns auch gerne tun wollen. Ein solidarisches, kooperatives Nahrungsmittelnetzwerk für über eine Million Menschen!

Und wenn Du gerade spürst, wie toll ist das denn? Wieso haben wir damit nicht schon längst angefangen? Worauf warten wir? Wenn Du Lust hast und den Impuls verspürst, gemeinsam darüber nachzudenken, wie ein solches System in Deutschland aussehen kann, was wir dafür brauchen und wie wir anfangen können, dann melde Dich und werde Teil der Explorationsreise zu einem SOLI für uns alle. Der erste Schritt ist der Aufbau unterschiedlichster Kontakte und Austausch mit diesen, um das Thema von möglichst vielen Seiten zu beleuchten, mögliche Wege zu diskutieren, Fallstricke zu identifizieren und weitere Schritte vorzubereiten, um das Thema zu konkretisieren und eine Umsetzung vorzubereiten.

Interesse? Melde Dich hier: